Jetzt klatscht es…
nur keinen Beifall, was aber auch gar nicht schlimm ist…
Zum ersten Mal mussten gestern die drei großen Autobauer der USA eine Schlappe für ihr schlecht zusammengeschustertes Rettungskonzept einstecken…zu Recht.
Wenn die Herren Rick Wagoner (GM), Alan Mulally (Ford) und Robert Nardelli (Chrysler) in jeweils eigenem Privatjet in Washington einsegeln und um Kohle des Steuerzahlers betteln, der dann auch noch 25 oder 30 Jahre alte Technik ihrer maroden Firmen kaufen soll, dann kommt mir nicht nur mein Mittag hoch, sondern ich bekomme Halsschlagadern dick wie Ölpipelines…und wir können vom amerikanischen Politsystem halten, was wir wollen…in Teilen scheint es zu funktionieren..und das besser als unsere Lobbymarionetten in schlecht sitzenden Anzügen von denen sich keiner für Probleme von kleinen und mittelständischen Firmen interessiert…das beschränkt sich auf feines Gesäusel von irgendwelchen Politikern auf irgendwelchen scheinheiligen Kammertagen etc. Darauf kann man verzichten…weiß ich…
Sowohl Gary Ackerman, demokratischer Abgeordneter aus New York, als auch sein kalifornischer Kollege Brad Sherman ließen den gestrigen Termin zu einer Vorführung unangebrachter Dekadenz werden:
Der demokratische Abgeordnete Gary Ackerman aus New York war der erste, der im Rahmen der Befragung einen unglaublichen Missstand ans Tageslicht brachte. “Es ist schon sehr ironisch”, so der Politiker, “wenn drei Privat-Jets in Washington landen, und die Passagiere steigen aus und betteln um Geld.”
In der Tat: GM-Chef Rick Wagoner, sein Ford-Kollege Alan Mulally und Chrysler’s CEO Robert Nardelli waren im Privatjet in die Hauptstadt geflogen. Allesamt aus Detroit, jeweils für geschätzte 20 000 Dollar. Hätte man nicht gemeinsam fliegen können? Oder gar Linie, was selbst in der Ersten Klasse keine 1000 Dollar gekostet hätte.
“Das ist hier als käme einer in Frack und Zylinder zur Suppenküche”, höhnte Ackerman. Und sein kalifornischer Kollege Brad Sherman ließ die Anreise der Bosse zur Anhörung sogar ins Protokoll meißeln. Er bat die drei CEOs “die Hand zu heben, wenn Sie heute mit einem Linienflug gekommen sind. Das Protokoll möge festhalten, dass keine Hand gehoben wurde. Ich bitte Sie nun die Hand zu heben, wenn Sie planen, Ihren Privatjet zu verkaufen und künftig mit Linienmaschinen zu fliegen. Das Protokoll möge festhalten, dass keine Hand gehoben wurde.”
(zitiert: n-tv online)
Stimmen sagen nun, dass dieser arrogante Auftritt, der in der momentanen Situation in der Autoindustrie sowas von unnötig war, dass selbst die gutmütigsten und wohlgesonnensten Abgeordnete sich schwer tun dürften Geschenke an die Herren in den Privatjets zu vergeben…
Man wird sehen…wie es weitergeht…
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